Im Rahmen der Bildungs- und Beratungsarbeit zur Stärkung konstruktiver Handlungsfähigkeit im intra- und interkulturellen Arbeitsalltag erfasst Dr. Heidari seit 1995 kontinuierlich Begegnungsbeispiele von Menschen unterschiedlicher Herkunft und sozialer sowie kultureller Prägung. Aus dieser Sammelarbeit ist eine informelle Langzeitstudie geworden, die bis heute andauert. Über 6.000 Statements und Fallbeispiele liegen bereits vor.
Die grobe Durchsicht der gesammelten Beispiele zeigt, dass die intra- vor allem aber interkulturellen Begegnungen im Migrationskontext - zunehmend im Arbeitsprozess - von Missverständnissen, Unsicherheiten und manchmal auch von ernsthaften Konflikten begleitet sind. Die migrationsspezifischen Probleme lassen sich in folgenden Thesen zusammenfassen;
Diese Erfahrungen veranlassten Dr. Heidari, ein Konzept zu entwickeln, um vor allem Segregations- und Desintegrationstendenzen im interkulturellen Kontext effektiver entgegenzuwirken.
So entstand 2005 - nach dreijähriger Arbeit - mit dem Erscheinen des Grundlagenbuchs "das WAIK®- Konzept" ( Wege aus der interkulturellen Konfrontation, Wege zum kooperativen und
produktiven Miteinander). 2008 folgte das WAIK® - Trainerhandbuch (s. Literatur ).
Das WAIK® - Konzept entwickelte sich in den letzten Jahren von einem ursprüglich
deeskalationsorientierten Klärungsansatz zu einem Konzept für die Erfassung, Bewertung und Schulung von
Handlungskompetenzen im intra- und interkulturellen Arbeitskontext.
Das zentrale Anliegen des Waik®- Konzept s bleibt jedoch nach wie vor, einen
positiven Beitrag zur Entwicklung und Stärkung interkulturell relevanter Handlungskompetenzen zu leisten.
WAIK® ist gekennzeichnet durch folgende Orientierungsansätze:
Die interkulturell relevanten Hauptkompetenzfelder sind nach dem WAIK®- Konzept:
Zur effektiven Entwicklung von ICM- Kompetenz sind folgende interkulturell relevante Kompetenzfelder von zentraler Bedeutung: